Achtung: Schlechtes Licht ist ein Motivationskiller!

Ob im Büro, in der Werkstatt oder in anderen Bereichen Ihres Unternehmens: Die richtige Beleuchtung macht oft einen großen Unterschied für das Wohlbefinden und die Sicherheit während jedes Arbeitsschrittes. Nicht umsonst weisen das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung dem Faktor Beleuchtung einen wichtigen Anteil zu. Doch auch Sie als Unternehmer profitieren deutlich von gut ausgewählten Lampen und Leuchten, die das einfallende Tageslicht optimal ergänzen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersuchte bereits im Jahr 2015 die nachhaltige Wirkung der optimalen Beleuchtung am Arbeitsplatz und stellte die Auswirkungen der Lichtverhältnisse auf die innere Uhr fest:

Effektive Beleuchtung macht wacher, erhöht die Reaktionszeit und lässt sich unabhängig von der Tageszeit als Motivator einsetzen. Besonders akute und mittelfristige Folgen von blauangereicherter Beleuchtung nach dem Vorbild von Morgen- und Abendstunden zeigte eine nachhaltige Wirkung auf die Probanden.

Licht als Gesundheitsfaktor

Im richtigen Licht fühlt sich der Mensch wohl. Der Körper reagiert auf den passenden Lichteinfall mit geringerer Ermüdung, besserer Leistung durch gesteigerte Konzentration und eine stabilere Gesundheit. Zudem steigert die schlechte Beleuchtung das Haftungsrisiko für Problemsituationen, beispielsweise bei Arbeitsunfällen durch Missachtung der Regelungen im Arbeitsschutzgesetz.


Die richtige Beleuchtung ist eine Investition in Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, und eine dauerhafte Förderung des Firmenerfolgs


Somit ist die Erfüllung der Arbeitsstättenverordnung in Bezug auf die Lichtverhältnisse in der Büroausstattung nicht nur eine Verpflichtung für den Arbeitgeber, sondern zugleich eine Investition in die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter – und damit eine dauerhafte Förderung für den Firmenerfolg. Selbst Fehlzeiten können sich deutlich reduzieren, wenn die grundlegende Beleuchtung in Büros und Hallen gewährleistet ist.

Denn in der dunklen Jahreszeit und unter ungünstigen Lichtbedingungen am Arbeitsplatz kann der Schlaf-Wach-Rhythmus von Menschen gestört werden, was zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, Lichtmangelerkrankungen und anderen Krankheitsproblematiken (z. B.Probleme in der Vitamin A- und Vitamin D-Synthese) führen kann. 

Halten Sie sich ans Gesetz?

Laut dem Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitsräume möglichst gleichmäßig natürlich beleuchtet sein (Lichteintrittsflächen mit Sichtverbindung ins Freie), die mit einer möglichst gleichmäßigen, künstlichen Beleuchtung ergänzt wird. Lassen sich die Arbeitsplätze fensternah anordnen, ist entsprechend schon eine gute Basis geschaffen, die durch einen wirksamen Sonnenschutz (z. B. Jalousien) erweitert wird. Tageslichtlampen sowie Lampen mit neutralweißem und warmweißen Licht sollten durch blend- und flimmerfreie Leuchten zur Verfügung stehen, um in der dunklen Jahreszeit

die Morgen- und Abendstunden zu bereichern oder an trüben Tagen das Tageslicht zu ergänzen. Doch auch darüber hinaus zeigen sich konkrete Positiveinflüsse durch den guten Tageslichteinfall. Das räumliche Sehen wird gefördert, der Sehprozess an sich weniger anstrengend. Hierdurch erfolgt eine geringere Müdigkeit und einer nicht so schnell eintretenden Überreizung der Augen. Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspannen profitieren ebenso vom guten Lichteinfall wie die Fehlervermeidung.


Suchen Sie die optimale Ausstattung für Ihr Büro? Mit Lendis finden Sie ganz leicht eine passende Lösung – hier informieren


Ist Ihr Büro richtig beleuchtet?

Können Mitarbeiter nach draußen schauen? Der hohe Einfluss von Tageslicht auf die Gesundheit erfordert im Arbeitsschutz an allen Arbeitsplätzen mit regelmäßiger Nutzung eine Sichtverbindung nach Außen. Ist dies nicht oder nicht in ausreichendem Maß der Fall, muss der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nachweisen, dass der nötige Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter durch andere Maßnahmen gewährleistet wird.

  • Ist der Arbeitsplatz fensternah, um das Tageslicht optimal zu nutzen?
  • Gibt es einen verstellbaren Lichtschutz zur Regulierung des Tageslichteinfalls?
  • Können Tageslichtlampen zugeschaltet werden?

Tageslichtlampen und effiziente Beleuchtungssysteme unterstützen die notwendige Lichtzufuhr und fördern die Arbeitssicherheit sowie die Gesundheit Ihres Teams. Prüfen Sie daher unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen jeden Arbeitsplatz auf Verbesserungspotenzial für die Beleuchtung:

  • Ist die Lichtfarbe tageslichtweiß oder neutralweiß?
  • Gibt es störende Blendwirkungen durch Reflexionen?
  • Sorgt die Beleuchtung für störende Schattenbereiche?
  • Erfolgt eine regelmäßige Wartung und Reinigung von Beleuchtungen?
  • Ergänzt die Beleuchtung das Interieur der Büroausstattung?
    • Optimal sind Wände, Decken, Arbeitsflächen und Möbel in gedeckten, jedoch hellen Farben mit matten Oberflächen versehen.

Kleine Veränderungen – Große Vorteile

Die optimale Beleuchtung von Arbeitsplätzen fördert die Gesundheit der Mitarbeiter, die Produktivität im Alltag und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Häufig können schon kleine Veränderungen in den Lichtverhältnissen eine gute Wirkung erzielen.

5 LENDIS TIPPS FÜR SOFORTIGE VERBESSERUNG

  1. Wechseln Sie auf Lampen mit neutralem, warmem Licht
  2. Wählen Sie Tischlampen oder Stehlampen mit 500 bis 800 Lux für Büroarbeitsplätze
  3. Platzieren Sie Arbeitsflächen seitlich von Deckenleuchten
  4. Richten Sie Schreibtische und Bildschirme parallel zu Fenstern aus
  5. Stellen Sie Schreibtischlampen und Stehlampen für die individuelle Beleuchtung zur Verfügung

0 Kommentare zu “Achtung: Schlechtes Licht ist ein Motivationskiller!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.